Alle Schauhöhlen Österreichs — der große Vergleich 2026
Schauhöhle Österreich: 25 Höhlen im Vergleich — Eintrittspreise, Führungsdauer, Saison und Temperaturen auf einen Blick. Welche lohnt sich für wen?
In Österreich gibt es laut Verband Österreichischer Höhlenforschung (VÖH) rund 31 eingetragene Schauhöhlen — darunter die Eisriesenwelt bei Werfen, die größte Eishöhle der Welt, und die Dachstein-Rieseneishöhle mit 13.000 Kubikmetern Eis, das bis zu 500 Jahre alt ist. Diese Seite vergleicht 25 dieser Schauhöhlen Österreichs direkt: Eintrittspreise, Führungsdauer, Temperatur, Saison und das Alleinstellungsmerkmal jeder Höhle — alles auf einmal, damit die Entscheidung leichter fällt.
Große Vergleichstabelle: 25 Schauhöhlen Österreichs
Kein anderer Vergleich listet gleichzeitig Preise, Temperaturen und Führungsdauer für alle österreichischen Schauhöhlen. Hier die vollständige Übersicht (Stand: Juni 2026):
| Höhle | Bundesland | Typ | Führungsdauer | Saison | Preis Erw. | Highlight |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Eisriesenwelt | Salzburg | Eishöhle | 75 min | Mai–Okt | 41 € | Größte Eishöhle der Welt, 42 km |
| Dachstein Rieseneishöhle | Oberösterreich | Eishöhle | 50 min | Mai–Okt | 50,20 € (Kombi) | Eispalast, −2 °C, 13.000 m³ Eis |
| Dachstein Mammuthöhle | Oberösterreich | Tropfstein/Karstgebiet | 50 min | Mai–Okt | 50,20 € (Kombi) | 65 km Gesamtsystem, eines der größten Europas |
| Hermannshöhle | Niederösterreich | Tropfsteinhöhle | ca. 60 min | März–Okt | 12 € | Größte Tropfsteinhöhle NÖ, wichtigstes Fledermaus-Quartier |
| Lurgrotte Semriach | Steiermark | Tropfstein/Wasserhöhle | 65 min | Ganzjährig | 12 € | Großer Dom 120×80×40 m, weltgrößter freihängender Stalaktit |
| Lurgrotte Peggau | Steiermark | Tropfstein/Wasserhöhle | 65 min | Apr–Okt | 12 € | Größte wasserdurchströmte Schauhöhle Österreichs |
| Obir Tropfsteinhöhlen | Kärnten | Tropfsteinhöhle (ehem. Bergwerk) | 90 min | Saisonal | 29 € | Excentriques, Sinterorgel, 1,3 Mio. Besucher gesamt |
| Katerloch | Steiermark | Tropfsteinhöhle | 120 min | Mai–Okt | 25 € | Exklusive 2-Std-Führungen, nur nach Anmeldung |
| Spannagelhöhle | Tirol | Marmorhöhle | 60 min | Ganzjährig | 20 € | Höchstgelegene Schauhöhle Europas (2.521 m) |
| Entrische Kirche | Salzburg | Tropfstein/Wasserhöhle | 50 min | Mai–Sep | 20 € | Größte Naturhöhle der Salzburger Zentralalpen |
| Nixhöhle | Niederösterreich | Tropfsteinhöhle | 60 min | Mai–Okt | 9 € | 70 m Höhenunterschied; NÖ Card: freier Eintritt |
| Allander Tropfsteinhöhle | Niederösterreich | Tropfsteinhöhle | 40 min | Apr–Okt | 8 € | Wienerwald; stadtnah; ideal für Kleinkinder |
| Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle | Tirol | Eis- und Tropfsteinhöhle | 30 min | Mai–Okt | 9 € | Einzige öffentlich zugängliche Eishöhle Tirols |
| Gassel-Tropfsteinhöhle | Oberösterreich | Tropfsteinhöhle | 50 min | Mai–Sep | 14 € | Steinerne Vorhänge, Orgelpfeifen; bewirtschaftete Hütte |
| Tropfsteinhöhle Griffen | Kärnten | Tropfsteinhöhle | 40 min | Mai–Sep | 12 € | Multimediashow zur Urgeschichte Südkärntens |
| KrausHöhle | Steiermark | Gipshöhle/Kristallhöhle | 60 min | Mai–Okt | 23 € (Kombi) | Weltrekord: erste Elektrobeleuchtung 1883; UNESCO Geopark |
| Ötscher Tropfsteinhöhle | Niederösterreich | Tropfsteinhöhle | 45–60 min | Mai–Okt | auf Anfrage | Märchenhalle mit unterirdischen Seen; NÖ Card akzeptiert |
| Grasslhöhle | Steiermark | Tropfsteinhöhle | 45 min | Sa/So/Feiertag | 10 € | Älteste Schauhöhle Österreichs — seit 1816 bekannt |
| Lamprechtshöhle | Salzburg | Durchgangshöhle/Wasserhöhle | ca. 60 min (selbst gehend) | Ganzjährig | 11 € | Weltweit längste begehbare Durchgangshöhle; 60 km erkundet |
| Koppenbrüllerhöhle | Oberösterreich | Wasserhöhle | 50 min | Mai–Sep | 19,30 € | Mystische Wasserhöhle; aktiver Höhlenbrunnen |
| Natur Eis Palast | Tirol | Gletschereishöhle | variabel | Ganzjährig | 39 € | Ganzjährige Gletschereishöhle auf 3.250 m; Bootsfahrt möglich |
| Rettenwandhöhle | Steiermark | Tropfsteinhöhle | 45 min | Jul–Sep | ca. 4 € | Günstigste Schauhöhle Österreichs |
| Einhornhöhle | Niederösterreich | Tropfsteinhöhle | kurz | Saisonal | auf Anfrage | Pleistozäne Tierknochen; traditionelle Karbidbeleuchtung |
| Frauenmauerhöhle | Steiermark | Durchgangshöhle | 45 min | Jun–Sep | ca. 10 € | 644 m Durchgangshöhle im Naturschutzgebiet Hochschwab |
| Hochkarschacht | Niederösterreich | Hochgebirgshöhle | auf Anfrage | Saisonal | auf Anfrage | Hochgelegene Karstlandschaft in den Ötschergräben |
Die wichtigsten Schauhöhlen im Detail
Eisriesenwelt (Werfen, Salzburg)
40 Kilometer südlich von Salzburg, auf 1.641 Metern Seehöhe: Die Eisriesenwelt ist der Rekordhalter unter den österreichischen Schauhöhlen — und weltweit. 42 Kilometer Gesamtlänge, davon ein Kilometer als Schauhöhle erschlossen. Rund 200.000 Menschen besuchen sie jährlich, mehr als jede andere Höhle Österreichs.
Was sie von anderen Eishöhlen unterscheidet: Es gibt keine Elektrobeleuchtung. Jede Führungsgruppe trägt Karbidlampen, und im Licht dieser Flammen bewegen sich die Eisformationen. Das ist keine Nostalgienummer, sondern ein bewusster Entscheid der Betreiber. Tickets gibt es ausschließlich online mit Zeitfenster (Intervall 30 Minuten), weil der Andrang die Kapazität regelmäßig übersteigt.
Temperatur: ca. 0 °C. Warme Kleidung und festes Schuhwerk sind keine Empfehlung, sondern Voraussetzung. Erw. 41 €, Kinder 22 €.
Für wen lohnt es sich: Für alle, die einmal in ihrem Leben eine echte Eishöhle ohne Kunstlichtshow erleben wollen. Der Aufwand ist erheblich (Seilbahn + 20 Minuten Fußweg), rechtfertigt sich aber.
Dachstein Rieseneishöhle und Mammuthöhle (Obertraun, Oberösterreich)
Zwei Höhlen, ein Ticket. Die Dachstein-Rieseneishöhle bietet das Gegenprogramm zur Eisriesenwelt: Licht- und Musikinstallationen, ein neun Meter hoher Eisberg, eine Hängebrücke über eine Eisschlucht. Die Temperatur liegt bei konstant −2 °C, das Eis ist bis zu 500 Jahre alt, das Volumen beträgt 13.000 Kubikmeter. Beides ist auf einer Seite im ausführlichen Vergleich der Eishöhlen Österreichs nachzulesen.
Dazu kommt die Mammuthöhle: 65.000 Meter erforschtes Gangsystem, eines der größten Karstsysteme Europas. Entdeckt 1910, seit 1911 für Besucher zugänglich. Beide Höhlen sind nur per Kombikarte buchbar (Erw. 50,20 €, Kinder 27,60 €) und nur über die Seilbahn Schönbergalm erreichbar.
Für wen lohnt es sich: Für Paare und Gruppen, die beide Höhlenwelten — Eis und Tropfstein — an einem Tag erleben wollen. Für Familien mit sehr kleinen Kindern ist der Fußweg ein Faktor.
Lurgrotte Semriach und Peggau (Steiermark)
Das Lurgrotten-System hat zwei Eingänge und ein gemeinsames Innenleben: fünf Kilometer Gesamtsystem, aktiver Höhlenbach, und im Semriacher Teil den Großen Dom — ein Hohlraum von 120 × 80 × 40 Metern, einer der größten freistehenden Hallensäle Europas. Darin hängt der weltgrößte freihängende Stalaktit.
Die Lurgrotte Semriach ist von April bis Oktober täglich geöffnet und ganzjährig am Wochenende. Führung 65 Minuten, Eintritt Erw. 12 €. Der Peggauer Eingang ist die größte wasserdurchströmte Schauhöhle Österreichs und von April bis Oktober erreichbar. Beide Preise: identisch.
Besonderheit: Rollstuhlzugang bis zur Hälfte der Tour möglich (Semriach). Hunde sind erlaubt.
Für wen lohnt es sich: Für alle im Großraum Graz (30 Minuten Fahrt), für Familien mit Buggy (eingeschränkt), für Gruppen, die keine Warterei wollen.
Obir Tropfsteinhöhlen (Bad Eisenkappel, Kärnten)
Die Obir-Tropfsteinhöhlen in Südkärnten sind in zweifacher Hinsicht ungewöhnlich: Sie entstanden in einem ehemaligen Blei-Silber-Bergwerk, und ihre bekanntesten Formationen — Excentriques — wachsen gegen die Schwerkraft. Dazu eine Sinterorgel und das Innere eines echten Bergwerksstollens.
Der Besuch erfordert Planung: Anfahrt ausschließlich per Höhlenbus (inbegriffen), Reservierung Pflicht, Gesamtaufwand inklusive Busfahrt rund drei Stunden. Temperatur konstant 8 °C. Eintritt Erw. 29 €, Kinder (4–15 Jahre) 15 €.
Seit Eröffnung wurden 1,3 Millionen Besucher gezählt. Die Höhle steht auf der Vorschlagsliste für das UNESCO-Welterbe.
Für wen lohnt es sich: Für alle, die Bergbaugeschichte und Geologie verbinden wollen, und die bereit sind, den halben Tag einzuplanen.
Hermannshöhle (Kirchberg am Wechsel, Niederösterreich)
Mit 4.430 Metern Ganglänge ist die Hermannshöhle die größte Tropfsteinhöhle Niederösterreichs. Bekannt seit 1790, seit 1844 als Schauhöhle erschlossen. Im Winter beherbergt sie das wichtigste Fledermaus-Winterquartier des Bundeslandes.
Die normale Führung dauert rund 60 Minuten bei konstant 7 °C. Eintritt Erw. 12 €, Kinder 7 €, Kinder unter 6 Jahren frei. Wer mehr will: Es gibt eine erweiterte Tour inklusive Kyrlelabyrinth (Erw. 15 €). Führungen täglich von Mitte März bis September, ausgewählte Wochenenden im April und Oktober.
Für wen lohnt es sich: Für Familien aus dem Wiener Raum (1,5 Stunden), für Menschen mit Fledermaus-Interesse im Herbst, für unkomplizierte Tagesausflüge.
Spannagelhöhle (Hintertux, Tirol)
Auf 2.521 Metern Seehöhe ist die Spannagelhöhle die höchstgelegene Schauhöhle Europas. Dazu kommt: einzige Marmorhöhle der Zentralalpen, 13.500 Meter Gesamtlänge. Die Führung durch 500 Meter dauert 60 Minuten bei knapp über 0 °C.
Erreichbar nur über die Seilbahn der Zillertaler Gletscherbahnen ab Hintertux (Seilbahnticket separat). Ganzjährig geöffnet — in der Hauptsaison Anfang Juli bis Mitte September täglich zwischen 10 und 15 Uhr. Eintritt Erw. 20 €, Kinder 12 €.
Für wen lohnt es sich: Für Skitouristen im Winter und Wanderer im Sommer, die einen Schlechtwettertag sinnvoll nutzen wollen. Die Kombination Gletscher oben / Höhle innen ist einzigartig.
Katerloch (Naas bei Weiz, Steiermark)
Das Katerloch ist kein Massenbetrieb: Führungen laufen ausschließlich nach telefonischer Voranmeldung (+43 664 4853420), dauern zwei Stunden und finden von 1. Mai bis 26. Oktober statt. Dafür sind die Tropfsteinformationen ungewöhnlich dicht und reich. Entdeckt wurde die Höhle um 1750, als Schauhöhle erschlossen seit 1958.
Eintritt Erw. 25 €, Jugendliche und Kinder 20 €, Barzahlung vor Ort.
Für wen lohnt es sich: Für Besucher, die eine ruhige, exklusive Führung ohne Massenandrang suchen.
Entrische Kirche (Dorfgastein, Salzburg)
Die größte Naturhöhle der Salzburger Zentralalpen liegt oberhalb des Gasteintals auf 1.040 Metern. Zum Eingang führt ein Aufstieg von 1,3 Kilometern und 240 Höhenmetern (ca. 30 Minuten). Die Höhle selbst misst 2.500 Meter Gesamtlänge, zugänglich sind 400 Meter. Aktive Wasserströme, ungewöhnliche Felsformationen, konstant 6 °C.
Führungen von Mai bis September: in der Hochsaison täglich, im Frühjahr/Herbst mittwochs, freitags und sonntags. Eintritt Erw. 20 €, Kinder 10 €. Mit GasteinCard: 1 Euro Rabatt. Mindestgruppe: 3 Erwachsene.
Für wen lohnt es sich: Für Gasteiner Urlauber und alle, die eine Höhle ohne Seilbahn-Pflicht wollen — der Fußweg gehört zum Erlebnis.
Nixhöhle (Frankenfels, Niederösterreich)
Die Nixhöhle im Pielachtal ist ein Naturdenkmal mit 70 Metern Höhenunterschied auf 1.410 Metern Ganglänge. Führungen sind eingeschränkt: Sonntage und Feiertage, im Sommer zusätzlich samstags sowie mittwochs und freitags im Juli und August. Wer die NÖ-Card besitzt, zahlt keinen Eintritt. Sonst: 9 € für Erwachsene, ermäßigt 7,50 €.
Für wen lohnt es sich: Für NÖ-Card-Inhaber sowieso. Für alle, die einen Sonntag im Mostviertel verbringen und etwas Unterirdisches einbauen wollen.
Allander Tropfsteinhöhle (Alland, Niederösterreich)
Für Familien aus Wien ist die Allander Tropfsteinhöhle das naheliegendste Ziel — 35 Kilometer südwestlich der Stadt, mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Die Höhle ist kompakt (70 Meter), die Führung dauert 40 Minuten, der Eintritt beträgt 8 € für Erwachsene und 5 € für Kinder. Im Juli und August hat die Höhle auch werktags nachmittags geöffnet.
Für wen lohnt es sich: Für Familien mit Kleinkindern, die das erste Höhlenerlebnis ohne langen Anfahrtsweg wollen.
Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle (Mariastein, Tirol)
Die einzige öffentlich zugängliche Eishöhle Tirols liegt auf 1.520 Metern und ist nur zu Fuß erreichbar — Wanderweg ca. 3 Stunden. Dafür vereint sie Eis- und Tropfsteinformationen in einer Höhle, was in Österreich sonst nur wenige bieten. Entdeckt 1967. Führung 30 Minuten. Eintritt Erw. 9 €, Kinder 4 €.
Für wen lohnt es sich: Für Wanderer, die die Höhle als Etappenziel einplanen.
Lamprechtshöhle (Weißbach bei Lofer, Salzburg)
Keine Führung, kein Wartezwang: Die Lamprechtshöhle ist ganzjährig geöffnet und selbst begehbar — 700 Meter Schaupfad mit 70 Höhenmetern. Das Gesamtsystem hat 60 Kilometer Länge, was sie zur weltweit längsten begehbaren Durchgangshöhle macht. Aktiver Wasserfall und grüne Seen im Inneren. Temperatur 4–6 °C, Eintritt Erw. 11 €, Kinder 7 €.
Für wen lohnt es sich: Für alle, die spontan ohne Buchung oder Warterei in eine Höhle wollen, und für Familien mit flexiblem Tagesplan.
Natur Eis Palast (Hintertux, Tirol)
Auf 3.250 Metern, im Hintertuxer Gletscher, liegt die einzige ganzjährig geöffnete Gletschereishöhle Österreichs. Das Besondere: Es gibt eine Bootsfahrt auf einem Gletschersee sowie Eisschwimmen und Eisklettern als Optionen. Eintritt Erw. 39 €, Kinder 15 € — das Seilbahnticket kommt dazu.
Für wen lohnt es sich: Für Wintersportler im Hintertux und für alle, die über das Erlebnis „Gletschereis von innen” hinausgehen wollen.
KrausHöhle (Gams bei Hieflau, Steiermark)
Die KrausHöhle hat einen Weltrekord, der oft übersehen wird: 1883 erhielt sie als erste Schauhöhle weltweit elektrische Beleuchtung. Dazu ist sie die einzige Gipshöhle der deutschsprachigen Länder und liegt im UNESCO Global Geopark Steirische Eisenwurzen. Führungsdauer 60 Minuten. Kombikarte mit der Nothklamm: Erw. 23 €, Kinder 16 €.
Weitere Schauhöhlen im Überblick
Gassel-Tropfsteinhöhle (Ebensee, OÖ) — Stalaktitenwälder und steinerne Vorhänge, 14 € Eintritt, bewirtschaftete Hütte direkt daneben. Nur mit Wanderweg (45 Minuten) erreichbar.
Tropfsteinhöhle Griffen (Kärnten) — Entdeckt 1945, mit Multimediashow zur Urgeschichte am Ende der Führung. 12 €, Mindestgruppe 5 Personen.
Grasslhöhle (Dürntal, Steiermark) — Seit 1816 bekannt, die älteste dokumentierte Schauhöhle Österreichs. Führungen am Wochenende, 10 €.
Koppenbrüllerhöhle (Obertraun, OÖ) — Aktive Wasserhöhle, 15 Minuten Fußweg vom Ort, täglich von Mai bis September. 19,30 €.
Rettenwandhöhle (Kapfenberg, Steiermark) — Günstigste Schauhöhle Österreichs: ca. 4 €, aber sehr eingeschränkte Öffnungszeiten (Hochsommer, Sonn- und Feiertage).
Ötscher Tropfsteinhöhle (Gaming, NÖ) — Märchenhalle mit unterirdischen Seen im Naturpark, NÖ Card akzeptiert.
Einhornhöhle (Dreistetten, NÖ) — Sehr kleine Höhle (80 m), traditionelle Karbidbeleuchtung, pleistozäne Tierknochen und Bronzezeit-Funde.
Frauenmauerhöhle (Hochschwab, Steiermark) — 644 Meter Durchgangshöhle, Naturschutzgebiet, Betreten nur mit Führer erlaubt. Juni bis September, Wochenenden.
Hochkarschacht (Göstling an der Ybbs, NÖ) — Hochgebirgslage auf 1.620 Metern, stark eingeschränkte Saison; Details auf Anfrage.
Praktische Infos für den Höhlenbesuch
Preise im Überblick
Der günstigste Eintritt in Österreich kostet ca. 4 € (Rettenwandhöhle). Die teuerste Einzelhöhle ist die Eisriesenwelt mit 41 € für Erwachsene. Das Dachstein-Höhlenticket (Rieseneishöhle + Mammuthöhle) kostet 50,20 € und ist damit die teuerste Kombination. Der Durchschnitt liegt zwischen 9 und 20 €.
Wer die NÖ-Card besitzt, hat freien Eintritt in Nixhöhle und Ötscher Tropfsteinhöhle. Salzkammergut-Card ermäßigt in der Gassel-Tropfsteinhöhle. GasteinCard bringt 1 € Rabatt in der Entrischen Kirche.
Saison
Die meisten Schauhöhlen öffnen zwischen Anfang Mai und Ende Oktober. Ganzjährig zugänglich sind drei Tiroler Höhlen — Spannagelhöhle, Natur Eis Palast und (eingeschränkt im Winter) die Lamprechtshöhle in Salzburg. Kleinere Höhlen — Rettenwandhöhle, Grasslhöhle, Einhornhöhle — öffnen oft nur samstags und sonntags, manche nur im Hochsommer.
Kleidung und Temperatur
In Tropfsteinhöhlen: 6–10 °C, feste Schuhe, eine Jacke. In Eishöhlen: 0 bis −2 °C, warme Winterjacke, Handschuhe, wasserfeste Schuhe. Die Eisriesenwelt formuliert es klar: Warme Kleidung ist keine Empfehlung, sondern Bedingung für den Einlass. Sandalen, Flip-Flops und offene Schuhe sind in fast allen Höhlen unzulässig.
Mit Kindern
Familienfreundlich ohne Einschränkung: Allander Tropfsteinhöhle (Wien-nah, kurze Führung), Hermannshöhle (Kinder unter 6 kostenlos), Nixhöhle (NÖ Card). Obir-Höhlen und Hundalm haben Mindestalter (4 bzw. 6 Jahre), Natur Eis Palast ab 6 Jahren. Eisriesenwelt und Spannagelhöhle sind für ältere Kinder geeignet, erfordern aber festes Schuhwerk und Kondition.
Anfahrt und Zugänglichkeit
Manche Höhlen sind ohne Wanderweg oder Seilbahn nicht erreichbar. Kein PKW-Zugang zur Höhle selbst: Hundalm (3 h Fußweg), Gassel-Tropfsteinhöhle (45 min Wanderweg), Frauenmauerhöhle (Wanderung notwendig). Obir-Tropfsteinhöhlen sind nur per Höhlenbus erreichbar (im Ticket inbegriffen). Die Lamprechtshöhle liegt hingegen direkt an der Bundesstraße und ist ohne Gehzeit zugänglich.
Wer die Salzwelten in Hallstatt, Hallein und Bad Aussee mit einem Höhlenausflug kombinieren möchte, findet alle Infos dazu im Salzwelten-Vergleich und im Hallstatt-Salzbergwerk-Bericht.
Häufige Fragen zu Schauhöhlen in Österreich
Welche ist die größte Schauhöhle Österreichs? Die Eisriesenwelt bei Werfen (Salzburg) ist mit 42 km Gesamtlänge die größte Eishöhle der Welt. Besucher betreten den ersten Kilometer, der vollständig mit Eis bedeckt ist.
Wie viel kostet der Eintritt in eine Schauhöhle in Österreich? Die Eintrittspreise für Erwachsene reichen von ca. 4 € (Rettenwandhöhle) bis 41 € (Eisriesenwelt). Der Großteil der Höhlen liegt zwischen 9 und 20 €. Kinder zahlen meist 50–60 % des Erwachsenenpreises.
Wann sind die Schauhöhlen in Österreich geöffnet? Die meisten Schauhöhlen haben von Mai bis Oktober geöffnet. Ganzjährig zugänglich sind Lamprechtshöhle (Lofer), Natur Eis Palast (Hintertux) und Spannagelhöhle (Zillertal).
Wie kalt ist es in einer Schauhöhle? In Tropfsteinhöhlen herrschen konstant 6–10 °C. In Eishöhlen ist es deutlich kälter: Eisriesenwelt ca. 0 °C, Dachstein-Rieseneishöhle −2 °C. Warme Kleidung ist überall Pflicht.
Sind Schauhöhlen für Kinder geeignet? Ja, die meisten sind kinderfreundlich. Besonders empfehlenswert für Familien: Allander Tropfsteinhöhle, Hermannshöhle, Lurgrotte, Nixhöhle (NÖ Card akzeptiert).
Was ist der Unterschied zwischen Tropfsteinhöhle und Eishöhle? Tropfsteinhöhlen entstehen durch Kalkstein-Ablagerungen über Jahrtausende. Eishöhlen enthalten permanente Eisformationen durch besondere Luftzirkulation. Die Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle in Tirol vereint beides.
Wie lange dauert eine Führung durch eine Schauhöhle? Standard-Führungen dauern 40–90 Minuten. Am kürzesten: Hundalm (30 min), Allander und Griffen (je 40 min). Am längsten: Katerloch (120 min), Obir (90 min inkl. Busfahrt), Eisriesenwelt (75 min).
Welche Schauhöhle ist höchstgelegen? Die Spannagelhöhle im Zillertal liegt auf 2.521 m und ist damit die höchstgelegene Schauhöhle Europas. Sie ist nur per Seilbahn von Hintertux erreichbar und ganzjährig geöffnet.
Stand: Juni 2026. Preise und Öffnungszeiten nach offiziellen Betreiberwebsites und Angaben des Verbands Österreichischer Höhlenforschung (hoehle.org). Vor dem Besuch direkt beim Betreiber prüfen — insbesondere bei kleineren Höhlen mit eingeschränkten Öffnungszeiten.
Häufige Fragen
- Welche ist die größte Schauhöhle Österreichs?
- Die Eisriesenwelt bei Werfen (Salzburg) ist mit 42 km Gesamtlänge die größte Eishöhle der Welt. Besucher betreten den ersten Kilometer, der vollständig mit Eis bedeckt ist.
- Wie viel kostet der Eintritt in eine Schauhöhle in Österreich?
- Die Eintrittspreise für Erwachsene reichen von ca. 4 € (Rettenwandhöhle) bis 41 € (Eisriesenwelt). Der Großteil der Höhlen liegt zwischen 9 und 20 €. Kinder zahlen meist 50–60 % des Erwachsenenpreises.
- Wann sind die Schauhöhlen in Österreich geöffnet?
- Die meisten Schauhöhlen haben von Mai bis Oktober geöffnet. Ganzjährig zugänglich sind Lamprechtshöhle (Lofer), Natur Eis Palast (Hintertux) und Spannagelhöhle (Zillertal).
- Wie kalt ist es in einer Schauhöhle?
- In Tropfsteinhöhlen herrschen konstant 6–10 °C (z.B. Obir 8 °C, Nixhöhle 6 °C). In Eishöhlen ist es deutlich kälter: Eisriesenwelt ca. 0 °C, Dachstein-Rieseneishöhle −2 °C. Warme Kleidung ist überall Pflicht.
- Sind Schauhöhlen für Kinder geeignet?
- Ja, die meisten Schauhöhlen sind kinderfreundlich. Besonders empfehlenswert für Familien: Allander Tropfsteinhöhle (Wien-nah), Hermannshöhle, Lurgrotte und Nixhöhle (NÖ Card akzeptiert).
- Was ist der Unterschied zwischen Tropfsteinhöhle und Eishöhle?
- Tropfsteinhöhlen entstehen durch Kalkstein-Ablagerungen (Stalaktiten, Stalagmiten) über Jahrtausende. Eishöhlen enthalten permanente Eisformationen durch besondere Luftzirkulation. Die Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle in Tirol vereint beides.
- Wie lange dauert eine Führung durch eine Schauhöhle?
- Standard-Führungen dauern 40–90 Minuten. Am kürzesten: Hundalm (30 min), Allander und Griffen (je 40 min). Am längsten: Katerloch (120 min), Obir (90 min inkl. Busfahrt), Eisriesenwelt (75 min).
- Welche Schauhöhle ist höchstgelegen?
- Die Spannagelhöhle im Zillertal liegt auf 2.521 m und ist damit die höchstgelegene Schauhöhle Europas. Sie ist nur per Seilbahn von Hintertux erreichbar und ganzjährig geöffnet.