Katakomben Salzburg am Petersfriedhof: Öffnungszeiten, Eintritt, Zugang
Katakomben Salzburg am Petersfriedhof: Öffnungszeiten Mai-Sept/Okt-April, Eintritt ab 1 €, nur über Stufen im Fels. Mit Maximuskapelle und Gertraudenkapelle.
Die Katakomben Salzburg liegen nicht in einem Museum, sondern mitten im Fels: direkt am Petersfriedhof, im Schatten von Stift St. Peter und Festung Hohensalzburg. Mönche schlugen die Kammern schon in der Spätantike als Einsiedeleien in den Mönchsberg. Heute führt eine steile Treppe zur Maximuskapelle und zur Gertraudenkapelle hinauf. Eintritt kostet 2 € für Erwachsene, 1,50 € für Kinder - kein Museumspreis, eher ein Klingelbeutel-Betrag für zwei Kapellen aus dem 12. Jahrhundert.
Manche kennen den Ort auch unter der umgekehrten Reihenfolge Salzburg Katakomben. Gemeint ist immer derselbe Fels am Petersfriedhof, nicht zu verwechseln mit den größeren, bekannteren Katakomben unter dem Stephansdom in Wien.
Katakomben Salzburg auf einen Blick
| Öffnungszeiten | Mai-September: täglich 10:00-12:30 & 13:00-18:00 Uhr. Oktober-April: täglich 10:00-12:30 & 13:00-17:00 Uhr. Letzter Einlass 20 Minuten vor Schließzeit. |
| Eintritt Erwachsene | 2,00 € |
| Eintritt Kinder (6-18 Jahre) | 1,50 € |
| Eintritt Schulklassen | 1,00 € pro Person |
| Geschlossen | 1. Jänner, 24.-26. Dezember, 31. Dezember |
| Zugang / Barrierefreiheit | Nur über Stufen im Fels, nicht barrierefrei. Petersfriedhof selbst stufenlos. |
| Anfahrt | St. Peter-Bezirk 1, 5020 Salzburg - mitten in der Altstadt, Altstadt weitgehend autofrei |
Hunde sind in den Katakomben nicht erlaubt. Eine feste Führungsdauer gibt es nicht, der Besuch läuft als Selbstbesichtigung. Gruppen und Schulklassen können bei Stift St. Peter kostenlose Führungen anfragen.
Maximuskapelle und Gertraudenkapelle: in den Fels gehauen
Was heute als eigenständige Anlage besichtigt wird, war ursprünglich kein Grabgewölbe im klassischen Sinn, sondern eine Einsiedelei. Schon in der Spätantike zogen sich Mönche in die Höhlen und Nischen des Mönchsberg-Felsens zurück, lange bevor daraus feste Kapellen wurden. Erst Jahrhunderte später wandelten sich einzelne Nischen zu geweihten Räumen.
Die Maximuskapelle wurde 1172 geweiht und liegt am höchsten Punkt der Anlage - eine enge Steintreppe führt hinauf, der Blick fällt von dort über den Friedhof bis zur Festung. Der Name verweist auf den heiligen Maximus. Viel mehr an gesicherten Details gibt die Überlieferung nicht her, und genau das macht den Raum interessant: eine Kapelle im Fels, älter als fast jedes andere Bauwerk der Stadt, ohne die üblichen Legenden-Girlanden, die man bei so einem Ort erwarten würde.
Nur wenige Stufen tiefer liegt die Gertraudenkapelle, geweiht 1178. An ihren Wänden haben sich Freskenreste erhalten, die das Martyrium von Thomas Becket zeigen - dem englischen Erzbischof, der 1170 in Canterbury ermordet wurde. Acht Jahre später war die Geschichte offenbar schon bis nach Salzburg gedrungen und an eine Felswand gemalt, was für die Reisegeschwindigkeit von Nachrichten im 12. Jahrhundert bemerkenswert schnell ist. Zwei Kapellen, zwei Weihejahre im selben Jahrzehnt, und dazwischen ein Gang, der so schmal ist, dass zwei Personen kaum aneinander vorbeikommen. Wer beide besichtigt, steht auf engstem Raum vor zwei eigenständigen Weihedaten des 12. Jahrhunderts, nur durch ein Stück Fels voneinander getrennt.
Der Petersfriedhof darüber: warum die Katakomben zu St. Peter gehören
Ohne Stift St. Peter gäbe es die Katakomben nicht. Das Kloster wurde der Überlieferung nach um 696 gegründet und gilt als das älteste noch bestehende Kloster im deutschen Sprachraum. Der Friedhof direkt darüber gehört seit jeher zum Stift, mit schmiedeeisernen Grabkreuzen, die den Ort optisch von jedem anderen Friedhof in Österreich unterscheiden. Arkadengänge säumen die Gräber an drei Seiten, dahinter beginnt der Felsanstieg zu den Kapellen.
Der Petersfriedhof gilt als einer der schönsten Friedhöfe Österreichs und war Drehort für “The Sound of Music”. Wer die Katakomben besucht, geht praktisch automatisch auch durch den Friedhof, denn der Eingang zum Fels liegt an dessen Rand. Die Reihenfolge lohnt sich: erst der Friedhof mit den Grabkreuzen und Arkaden, dann die schmale Treppe hinauf in den Fels. Wer es andersherum macht, steht am Ende zwischen den Gräbern und übersieht leicht, wie viel Geschichte gerade unter den eigenen Füßen lag.
Öffnungszeiten, Eintritt und Zugang im Detail
Wer nur die Katakomben Salzburg Eintrittspreise sucht: 2 € für Erwachsene, 1,50 € für Kinder zwischen 6 und 18 Jahren, 1 € pro Schulkind, 1,50 € für Gruppen ab 10 Personen. Mit der Salzburg Card gibt es einen einmaligen Gratiseintritt.
Die Öffnungszeiten wechseln zweimal im Jahr. Von Mai bis September ist täglich von 10:00 bis 12:30 Uhr und von 13:00 bis 18:00 Uhr geöffnet, von Oktober bis April verkürzt sich der Nachmittag auf 17:00 Uhr. Geschlossen bleibt es an vier Tagen im Jahr: 1. Jänner sowie 24., 25., 26. und 31. Dezember.
Zugänglich sind die Katakomben ausschließlich über eine steile Steintreppe im Fels - für Rollstühle, Rollatoren oder Kinderwagen ist der Aufstieg nicht machbar. Wer barrierefrei etwas von der Anlage sehen will, geht stattdessen in die benachbarte Stiftskirche, die über eine Seitentür mit Euro-Key erreichbar ist, oder bleibt auf dem stufenlosen Friedhof. Für Familien mit sehr kleinen Kindern lohnt sich vorab ein Blick auf die engen Stiegen und Nischen im Inneren - ein offizielles Mindestalter gibt es zwar nicht, bequem ist der Aufstieg mit Kleinkindern trotzdem nicht.
In der Nähe: Stift St. Peter und Festung Hohensalzburg
Die Katakomben liegen im Herzen der Salzburger Altstadt, direkt an der Klosteranlage von Stift St. Peter mit ihrer Stiftskirche und dem berühmten Petersfriedhof. Beide lassen sich im selben Rundgang mitnehmen, ohne dass man dafür extra Eintritt oder Anfahrt einplanen muss. Wer den Fels erklommen hat, sieht die Festung Hohensalzburg bereits über sich thronen - der Aufstieg dorthin mit der Festungsbahn oder zu Fuß lässt sich am selben Nachmittag anschließen, ohne Umweg durch die Stadt.
Für alle, die noch weiterschauen wollen: den größeren thematischen Überblick zu Grüften, Krypten und unterirdischen Grabstätten in Österreich liefert Unterirdisches Wien / Katakomben - dort sind acht vergleichbare Orte mit Preisen aufgelistet, auch wenn der Titel auf Wien verweist. Wer die Region insgesamt plant, findet unter Salzburg weitere Ausflugsziele im Bundesland. Und wer direkt von Österreich, oben und unten kommt: die Katakomben sind eines der kleineren, aber dichtesten Objekte auf dieser Site.
Stand: Juli 2026. Preise und Öffnungszeiten nach offiziellen Angaben von stift-stpeter.at und salzburg.info.
Häufige Fragen
- Was kosten die Katakomben in Salzburg?
- Der Eintritt kostet 2 € für Erwachsene, 1,50 € für Kinder (6-18 Jahre) und 1 € pro Person für Schulklassen. Gruppen ab 10 Personen zahlen ebenfalls 1,50 €. Mit der Salzburg Card ist der Eintritt einmal kostenlos.
- Wie kommt man zu den Katakomben am Petersfriedhof?
- Adresse: St. Peter-Bezirk 1, 5020 Salzburg - mitten in der Altstadt, direkt neben Dom und Residenzplatz. Ein eigenes Parkhaus gibt es nicht, die Altstadt ist weitgehend autofrei und parkraumbewirtschaftet. Zu Fuß ist der Eingang von der Altstadt aus gut erreichbar.
- Sind die Katakomben Salzburg barrierefrei?
- Nein. Die Katakomben selbst sind nur über Stufen im Fels erreichbar und für Rollstühle oder Rollatoren nicht geeignet. Die Stiftskirche daneben ist über eine Seitentür mit Euro-Key barrierefrei zugänglich, der Petersfriedhof ist stufenlos.
- Was ist die Maximuskapelle?
- Die Maximuskapelle wurde 1172 geweiht und ist der höchstgelegene Andachtsraum der Katakomben-Anlage am Petersfriedhof. Der Name geht auf den heiligen Maximus zurück. Gemeinsam mit der benachbarten Gertraudenkapelle (geweiht 1178) bildet sie den Kern der Anlage im Mönchsberg.